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Wer ist eigentlich … Matthias Adamski? Donnerstag, 13 September 2018 09:02 Foto: oh

Wer ist eigentlich … Matthias Adamski?

Der Satiriker Wiglaf Droste sagte einmal, dass man seinen Wurzeln nur bedingt entkommen könne. Da ist wohl etwas dran meint Matthias Adamski, seit Anfang August Geschäftsführer der wito gmbh in Ilsede bei Peine und damit Nachfolger des langjährigen Chefs Gunter ­Eckhardt, der sich in den Ruhestand verabschiedet hat. Von der Geburt bis zum Abitur Braunschweiger, Wirtschaftsstudium an der Freien Universität in Berlin, die ersten Berufsjahre in Hamburg verbracht, dann erneut für einen Abstecher nach Berlin, um letztlich wieder in der Region ein Zuhause zu finden: »Als Niedersachse ist man halt erdverwachsen und genügend Stürme habe ich im beruflichen Umfeld auch er- und überlebt«, meint der 56-Jährige.

Seit 2004 ist Adamski bereits bei der wito, einem Tochterunternehmen des Landkreises Peine, der Stadt Peine und der Gemeinden, seit 2008 als Prokurist. Ist die Übernahme des Staffelstabes also die logische Folge? Natürlich habe er gehofft, dass es sich so entwickelt, wie es sich entwickelt hat, meint er, »aber eine derartige Position wird ja auch immer unter politischen Aspekten besetzt, insofern war das Ganze kein Selbstläufer«.

Zukunfststrategie der wito

Die wito ist breit aufgestellt: von der klassischen Wirtschafts- und Tourismusförderung über Beratung von Unternehmen und Betreuung der internationalen Partnerschaften des Landkreises bis hin zum Betrieb und Vermarktung der Eventlocation »Gebläsehalle«. Natürlich stellen sich bei einer Zäsur wie der jetzigen immer Fragen. Adamski hat sie sich selbst auch gestellt, betont er: Macht man noch das Richtige? Und: macht man noch das Richtige richtig? Insbesondere vor dem Hintergrund knapper Ressourcen. In dieser intensiven Diskussion mit unseren Gesellschaftern und der Politik befinde man sich aktuell. »Es geht darum, wieder ein gemeinsames Verständnis über die Ausrichtung der wito zu erlangen und eine von allen getragene Zukunftsstrategie zu erarbeiten. Der Prozess ist ergebnisoffen angelegt, wir sind aber auf einem guten Weg, einen Konsens zu erlangen. Und anschließend würde ich selbstverständlich auch weiterhin gerne die Geschäftsführeraufgabe übernehmen«, erklärt der neue Mann an der Spitze, der das Ziel mit mehr traditioneller Wirtschaftsförderung, einer engeren regionalen wie überregionalen Vernetzung, einer engeren Zusammenarbeit mit den Gemeinden sowie einem stärkeren Fokus auf Themen wie Digitalisierung und Fachkräftemangel inklusive deren Auswirkung auf die gewerbliche Wirtschaft erreichen möchte.

Der Gestalter

Jede Gebietskörperschaft versuche vor allem gewerbesteuerstarke Betriebe anzusiedeln, die idealerweise in dynamisch wachsenden Branchen unterwegs sind. »Das ist leicht gesagt, aber schwierig umzusetzen, weil da viele – auch nicht steuerbare – Faktoren eine Rolle spielen«, sagt Adamski. Das, was gestaltet werden könne, soll jedoch gestaltet werden: die Positionierung des Landkreises Peine als wirtschaftsfreundlicher Standort, eine enge Zusammenarbeit mit den Gemeinden bei der Vermarktung der Gewerbegebiete und ein Betreuungs- und Dienstleistungspaket für sich ansiedelnde Unternehmen. »Für Fördermittel sind und bleiben wir der erste Ansprechpartner im Landkreis. Mein Vorteil ist natürlich mein kurzer Draht zur NBank, weil meine Frau dort arbeitet. Und ja, sie wird mich auch weiterhin unterstützen«, sagt der Geschäftsführer, »hoffe ich jedenfalls.«

Ein wesentlicher Faktor sei zudem das eingespielte Team der wito. Gunter Eckhardt habe ihm einen Kreis hochkompetenter, kreativer und motivierter Mitarbeiter hinterlassen, die in hohem Maße selbstverantwortlich handeln und sich sehr gut neuen Situationen anpassen können. »Das sind unsere Stärken und das muss auch so bleiben, gerade vor dem Hintergrund der sich ständig ändernden Anforderungen von außen. Eine agile und kundenorientierte Organisationskultur mit motivierten Mitarbeitern ist heute wichtiger denn je. Diese Kultur möchte ich weiterentwickeln«, betont Adamski, der vor seiner Zeit in Ilsede überwiegend in kleinen Unternehmen tätig war. Gemacht habe er quasi alles schon einmal: von der Softwareentwicklung über Marketing und Vertrieb bis hin zum Controlling und diversen kaufmännischen Themen. Diese Erfahrungen kommen ihm jetzt zugute.

Sinnstiftende Arbeit

Die stetige Abwechslung, immer wieder neue Herausforderungen und die sinnstiftende Arbeit, Menschen bei der Lösung ihrer Probleme erfolgreich zu helfen, das sind die Dinge, die Adamski im Job Spaß machen. Der lässt ihm »zum Glück« genug Zeit für den notwendigen Ausgleich. Sein Dienstfahrrad ist ein Rennrad, mit dem er so oft es geht von Braunschweig aus zur Arbeit fährt. Auch sonst steht der Sport beim Wirtschaftsförderer ganz oben: regelmäßig geht’s ins Fitnessstudio und am Wochenende oder im Urlaub wird gewandert. Im vergangenen Jahr ist das Ehepaar Adamski den Meraner Höhenweg gegangen und für das kommende Jahr ist der Fjällraven Classic geplant, eine Wanderung über 110 km in der Wildnis Nordschwedens. Das Einssein mit der Natur sei körperlich zwar sehr anstrengend aber mental äußerst entspannend. Das passt gut zu einer zweiten Leidenschaft, der analogen Fotografie. »Seit einiger Zeit fotografiere ich gerne mit einer alten Rolleiflex SL66 SE. Damit fotografiert man – allein schon wegen der Kosten pro Bild – völlig anders als mit einer digitalen Kamera, das ist schon fast kontemplativ und sehr entschleunigend.«
geschrieben von  pau
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