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Wer ist eigentlich … Hagen Berger? Montag, 30 Juli 2018 13:47 Foto: André Pause

Wer ist eigentlich … Hagen Berger?

Wer sich Umfragen anschaut, der erkennt: die Akzeptanz für die digitale Transformation in den Unternehmen wächst stetig. Diesen Eindruck hat auch Hagen Berger, seit Januar Leiter des Geschäftsbereiches Digitalisierung beim Braunschweiger Lösungsanbieter Bredex: »Viele Projekte wurden bereits umgesetzt oder befinden sich in der Umsetzung, bei denen, die es sich leisten können. Das ›sich leisten können‹ hat dabei vor allem eher personellen Charakter denn einen monetären Hintergrund. In den Gesprächen, die ich bisher in der Region geführt habe, sind sich alle Unternehmen der Herausforderungen bewusst, die die digitale Transformation mit sich bringt. Bisweilen führt allerdings der Fachkräftemangel dazu, dass Projekte nicht angegangen werden können.« Dieses grundsätzliche Bewusstsein sei freilich auch nötig: Ein »weiter so« in der bekannten Form werde es eben nicht geben. Darüber sollte man sich im Klaren sein. »Es reicht leider auch nicht mehr, seine größten Konkurrenten im Auge zu behalten. Es gibt genügend Beispiele, wie absolut Fachfremde mit einer guten Idee und einem einfachen Konzept, welche es vor allem den Anwendern leichtmacht, die alteingesessenen Platzhirsche verdrängt haben.« Das Beispiel Nokia zeige ja, dass die, die sich am sichersten waren, am schnellsten weg sind. Von daher lohne es sich immer, auch über Branchengrenzen hinaus, einen Wechsel der Perspektive vorzunehmen und das eigene Unternehmen aus einer anderen Sicht zu betrachten. Notfalls müsse man sich hierfür Hilfe holen.

Internet of Things

Zum Beispiel bei Hagen Berger. Der 35-jährige Diplom-Ingenieur für Maschinenbau sieht sich wie das gesamte Bredex-Team als Enabler (Ermöglicher) zukunftsträchtiger Technologien. Die intensive Auseinandersetzung mit der Datengewinnung in unterschiedlichsten Produktionsprozessen, deren Verarbeitung und deren Speicherung, das ist der Job. »Man kennt das unter dem Begriff Internet of Things (IoT)beziehungsweise Industrial Internet of Things. Was das IoT angeht, arbeiten wir qualitativ auf hohem Niveau. Aktuell haben wir drei Mitarbeiter als erste in ganz Deutschland, die als Certified Professionals vom ASQF zertifiziert sind. Darüber hinaus kümmern wir uns aber auch um die weitergehende Verarbeitung der gewonnenen Daten und sind in der Lage, diese verschiedenen Big Data Analytics Algorithmen zuzuführen. Unser Portfolio erstreckt sich hierbei von Machine Learning über Predictive Maintenance bis hin zu Künstlicher Intelligenz«, skizziert der Digital-Spezialist.

Familiäre Atmosphäre

Zu Bredex kam Berger durch direkten geschäftlichen Kontakt. Auf der Suche nach Entwicklern für eine mobile Applikation. Während der reibungslosen Zusammenarbeit am Produkt sei man auch immer wieder zu anderen Themen ins Gespräch gekommen. Daraus hätten sich Ideen entwickelt, die nun gemeinsam verfolgt werden. Der zweifache Familienvater weiß die persönliche Atmosphäre im Unternehmen zu schätzen, genießt die Freiheiten wie flexible Arbeitszeiten oder die Möglichkeit, im Home­office tätig zu sein.

Aber nicht nur im Job fühlt sich der im Landkreis Uelzen aufgewachsene Head of Digital Transformation wohl. Während seines Studiums an der TU Braunschweig begann er, die Löwenstadt ins Herz zu schließen: »Nach dem Abitur und dem Zivildienst habe ich mich eher aufgrund des guten Rufes der Uni für Braunschweig als Studienort entschieden. Jetzt habe ich in der Region meinen Lebensmittelpunkt. Braunschweig bietet die Möglichkeiten einer Großstadt, ohne einen damit zu erschlagen.«

Heimwerken statt Sport

Der Privatmann Hagen Berger hat ohnehin ein begrenztes Zeitkontingent. Auch sportliche Aktivitäten wie Schwimmen, Laufen, Radfahren und Fitness sind zugunsten von Haus und Kindern zuletzt etwas in den Hintergrund getreten. »Dafür hat sich der Heimwerker umso mehr entwickelt. Überall wo gebaut und gewerkelt werden muss, bin ich an vorderster Front dabei«, lacht er. Außerdem hacke er das Holz für den heimischen Kamin gerne komplett selbst. »Den Ausgleich zur Arbeit, bei der vor allem Köpfchen gefragt ist, finde ich also auch so in körperlicher Arbeit. Auch wenn man da vom Denken auch nicht komplett befreit ist.«
geschrieben von  pau
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