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Wer ist eigentlich … Jens Martens? Mittwoch, 28 Februar 2018 08:10 Foto: André Pause

Wer ist eigentlich … Jens Martens?

Die Welt ist Text – jedenfalls für Jens Martens. »Auch wenn ein Bild mehr sagt, als 1000 Worte, so brauchen wir doch Text, um jedes Bild zu beschreiben und um einen sinnvollen Zusammenhang herzustellen – für uns selbst und für andere. Wir schreiben unsere Welt. Was nicht geschrieben ist, ist nicht«, sagt der 48-jährige PR-Berater, der seit etwa einem Jahr zum Präsidium des Vereins KreativRegion gehört, dem Verband der Kultur- und Kreativwirtschaft für die Region Braunschweig, Gifhorn, Goslar, Helmstedt, Peine, Salzgitter, Wolfenbüttel und Wolfsburg. Am 1. März hat er das Präsidentenamt von Dorothee Reinhardt übernommen.

Kreative zusammen­bringen

Für sein Ehrenamt braucht Martens bisweilen sehr viel mehr als ein paar Worte oder einen Text. Manchmal sei es wie Flöhe hüten, meint er lächelnd. Was sicherlich auch damit zusammenhängen mag, dass in der KreativRegion verschiedenste Interessen unter einen Hut gebracht werden müssen: zwischen Architekturmarkt, Buchmarkt, Designwirtschaft, Filmwirtschaft, Kunstmarkt, Markt für darstellende Künste, Musikwirtschaft, Pressemarkt, Rundfunkwirtschaft, Software-/Games-Industrie und Werbemarkt möchte vermittelt werden – und vernetzt. »Was alle in der Kreativbranche eint, sind die Herausforderungen der digitalen Revolution.« Gebe es in einem Bereich gute Ergebnisse, könne das Erfolgsrezept hier und da auch auf anderen Feldern funktionieren. »Am Zusammenbringen der verschiedensten Akteure bemisst sich eigentlich unser Erfolg. Dieses vielfältig nutzbare Netzwerk wollen wir dauerhaft verbessern und damit – regional wie überregional – Sichtbarkeit herstellen. Wir arbeiten unter anderem daran, dass sich die Kreativ-Bereiche noch viel enger mit der Wirtschaft verzahnen, und daran, die neuen Technologien sowie moderne Informations- und Kommunikationsformen miteinander zu verbinden«, skizziert Martens, der ursprünglich Anglistik und Amerikanistik (M.A.) sowie Sozialwissenschaften in Göttingen und Edinburgh studiert hat.

PR-Berater und ­Werbe­texter

2014 hat der gebürtige Braunschweiger, nach verschiedenen Stationen im Bereich Öffentlichkeitsarbeit und Public Relations, unter dem Label »Martens PR« den Schritt in die Freiberuflichkeit gewagt. Zu seinen Kunden gehören viele KMU und verschiedenste Agenturen, für die er als PR-Berater und Werbetexter auch größere Unternehmen betreut. Eine Visitenkarte von Jens Martens in der Stadt ist »informativ«, das monatlich erscheinende Mitgliedermagazin des Verein Bund Deutscher Baumeister, Architekten und Ingenieure (Bezirksgruppe Braunschweig), das er als Chefredakteur verantwortet.

Viel Freizeit bleibt dem Kommunikationsspezialisten, der sich auch karitativ für den Lions Club engagiert, nicht. Die Koordination des knappen Budgets sei immer wieder eine interessante Herausforderung. »Meine Aktivitäten mit der KreativRegion, wie auch meine anderen ehrenamtlichen Tätigkeiten und nicht zuletzt auch mein Beruf erfordern Arbeitszeiten, die manchmal schlicht nicht planbar sind und häufig zu ungewöhnlichen Zeiten stattfinden. Oft bin ich spontan im Einsatz, was durchaus Flexibilität erfordert«, erzählt Martens. »Aber Kreativität kennt schließlich auch keine festen Bürozeiten. In meinem Beruf muss ich mich ständig auf neue Kunden beziehungsweise Themen einlassen, und die Einfälle verarbeiten, die morgens unter der Dusche oder abends vor dem Einschlafen kommen.«

Zeit für Hobbys

Froh sei Jens Martens, dass die Familie »toll mitzieht und mir den Rücken freihält«. Zusammen mit seiner Frau und seinen beiden Kindern wohnt er seit mehr als zehn Jahren im östlichen Ringgebiet. Zeit für Hobbys – im Freien: mit Fahrrad oder beim Trekking in den Bergen, zuhause: ein gutes Buch oder Gesellschaftsspiele – nehme er sich. Das klappe meistens recht gut. »Der Harz ist ja nur eine gute Autostunde entfernt und aufs Fahrrad kann man sich ja jederzeit spontan schwingen.« Man dürfe sich eben nicht mit dem Gedanken quälen, nicht genug Freizeit zu haben. Obwohl ihn eine Sache doch ziemlich umtreibt, wie er lachend gesteht: »Ich sehe mit Sorge, dass mein SUB (Stapel ungelesener Bücher) auf meinem Nachttisch inzwischen bedrohliche Ausmaße angenommen hat.« So ist das dann wohl: wenn die Welt Text ist.

geschrieben von  pau
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