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Wer ist eigentlich … Gerald Witt? Dienstag, 28 November 2017 14:48 Foto: oh

Wer ist eigentlich … Gerald Witt?

Schwerin, Mannheim, Nürnberg, Aschaffenburg – Gerald Witt ist viel herumgekommen in seinem Berufsleben. Bereits seit 1975 ist der gebürtige Harsumer bei der Bundesagentur für Arbeit beschäftigt, war unter anderem Dozent an der Fachhochschule des Bundes im Fachbereich Arbeitsverwaltung. Zuletzt hat Witt knapp acht Jahre erfolgreich die Agentur in Helmstedt geleitet, da lag der Wechsel in die Löwenstadt durchaus nahe. Im November hat er Harald Eitge als Geschäftsführer in Braunschweig beerbt.

Die Aufgaben greifen ­ineinander

Der 59-Jährige freut sich sehr auf seine neue Aufgabe. Anpacken möchte er vor allem die Fachkräftesicherung, den Übergang von der Schule in den Beruf, die Integration von geflüchteten Menschen in Arbeit und Ausbildung sowie den Abbau der Langzeitarbeits­losigkeit. Eine Priorisierung in diesem Spektrum sei freilich nur schwer möglich. Letztlich hinge alles unmittelbar zusammen. »Die Dinge greifen ineinander. So ist die Berufs­orientierung im Grunde schon der erste Beitrag zur Prävention vor Arbeitslosigkeit. Wenn ich eine gute Ausbildung habe, bin ich einfach besser zu vermitteln«, skizziert Witt, der sich im Falle der geflüchteten Menschen eine exaktere Feststellung der jeweiligen Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kenntnisse wünscht, um den einzelnen mit seiner beruflichen Biografie besser abzuholen. Letztlich könne man natürlich nicht alle zu Ingenieuren machen, und die Blütenträume der vergangenen drei Jahre seien inzwischen wohl auch alle beerdigt, aber, so der Arbeitsmarktspezialist: »Zur Bekämpfung des Fachkräftemangels können die Bemühungen, beispielsweise über Teil­qualifikation, schon beitragen.«

Der Netzwerker

In den Verantwortungsbereich von Gerald Witt fallen die BA-Geschäftsstellen in Salzgitter, Seesen, Goslar, Clausthal-Zellerfeld, Wolfenbüttel und Braunlage sowie – in Kooperation mit kommunalen Partnern – die von Geschäftsführern geleiteten und von der Trägerversammlung beauftragten Jobcenter in Braunschweig, Salzgitter, Wolfenbüttel und Goslar. Es gibt übersichtlichere Aufgabenfelder. Die Wochenstunden im Job seien deshalb auch nicht immer trennscharf abzugrenzen von der Freizeit. »Das gleitet ineinander über. Die Abendveranstaltungen sehe ich allerdings schon als Teil meiner Tätigkeit, weil die Arbeitsagentur unter den Netzwerkpartnern wahrgenommen werden muss. Nur so können wir erfolgreich arbeiten. Und ich bin der erste Netzwerker«, betont der neue Geschäftsführer.

Zuhause in ­Südostniedersachsen

»Wenn es darum geht, KMU oder Handwerker ›aufzuschließen‹ und mit den Dienstleistungen der Bundesagentur bekannt zu machen, dann kann es schon helfen, wenn man in groben Zügen weiß, wie die Menschen in der Region ticken. Ich lebe ja doch ein paar Kilo­meter von Braunschweig entfernt, bin aber nichtsdesto­trotz ziemlich nah dran.« Als bekennender Südost­niedersachse habe er Braunkohl im Blut, das mache hier und da einiges leichter. Privat ist Witt, selbst als er in entferntesten Ecken der Republik gearbeitet hat, seiner Heimat im Hildesheimer Raum immer treu geblieben. Einen Großteil seiner 37 Ehejahre hat der Behördenleiter in einer Wochenendbeziehung bestritten. Heute nehme ihm seine Frau viele Alltagsdinge ab, und er selbst versuche bei allem Engagement für seine Arbeit die Work-Life-­Balance nicht komplett aus den Augen zu verlieren. In seiner Freizeit wandert der Reise-­Fan mit einem Faible für Südostasien gerne im Harz oder im Hildesheimer Wald, liest Krimis und produziert in Eigenregie Wurstwaren. Noch etwas vergessen? Gerald Witt schmunzelt: »Fußballfan bin ich auch. Aber den Verein verrate ich hier besser nicht.«

geschrieben von  pau
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