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Wohnungsbau als Standortvorteil Donnerstag, 04 Oktober 2018 10:02 Foto: Jörg Scheibe

Wohnungsbau als Standortvorteil

Wohnen gehört zu den Grundbedürfnissen der in einer modernen Volkswirtschaft lebenden Menschen und hat daher einen hohen Stellenwert. Folglich ist es wichtig, dass bezahlbarer, hochwertiger Wohnraum verfügbar ist.

In unserer von Veränderungen, Hektik im Arbeitsalltag und häufig auch in der Freizeit geprägten Zeit kommt dem Wohnen eine weitere wichtige Rolle zu. Der häusliche Rahmen bietet einen wichtigen Rückzugsort und Ruhepol, in dem Menschen sich entfalten und vor allem abschalten können. Der vielfach zitierte »Homing-Effekt« ist somit ein nachvollziehbarer Trend.

Vor diesem Hintergrund ist die Verfügbarkeit von gutem und bezahlbarem Wohnraum inzwischen auch ein wesentlicher Standortfaktor. Das gilt insbesondere für den zunehmend wichtigen Wettbewerb um die besten Talente, der auch für unseren Wirtschaftsraum zwischen Harz und Heide von so großer Bedeutung ist.

Im neuen Koalitionsvertrag ist festgeschrieben, dass in den kommenden vier Jahren mindestens 1,5 Millionen Wohnungen in Deutschland gebaut werden sollen. Nun sind also Bundesregierung, Länder und Kommunen gefordert, beherzt und konsequent die Initiative zu ergreifen. Bisher hat die Koalition lediglich das Baukindergeld beschlossen. Weitere Maßnahmen sind in der Diskussion. Steuerliche Anreize wie die Veränderung der Abschreibungssätze würden sich besonders positiv auf den sozialen Wohnungsbau auswirken. Die Mietpreisbremse hat hier nicht ihr Ziel erreicht. Es muss gelingen, den Immobilienboom in einen nachhaltigen Bauboom zu verwandeln.

Die Wohnungsnot ist tatsächlich groß: Allein in Braunschweig fehlen laut Berechnungen der NBank bis 2035 rund 17 000 Wohnungen. Das Schaffen von bezahlbarem Wohnraum bleibt also sicher längerfristig eines der wichtigsten Themen für eine zukunftsorientierte Stadtentwicklung. Kreative Wohnkonzepte sind gefordert, um der Nachfrage nach innerstädtischem Wohnen und ressourcenschonendem Bauen zu begegnen. Wir benötigen bezahlbares Bauland und schnelle Baugenehmigungsverfahren. In unserer Region sind bereits einige Projekte erfolgreich gestartet. Beispielhaft seien die Nordstadt in Braunschweig und der Steimker Berg in Wolfsburg genannt. Dieser Weg muss konsequent weitergegangen werden.

Viele regionale Akteure engagieren sich bereits für die Attraktivität unserer Region – unter anderem unterstreicht dies das Regionalmarketing, getragen von der Allianz für die Region. Auch hier gilt die Arbeitsplatzausstattung als ein wesentlicher Schlüssel für den Erfolg im Wettbewerb mit anderen Regionen. Und diese Arbeitsplatzausstattung ist untrennbar mit attraktivem Wohnraum verknüpft. Der langfristige Erfolg unseres regionalen Wirtschaftsraumes ist ein Ziel, das nach meiner Überzeugung uns allen dient. Für dieses gemeinsame Ziel wünsche ich mir ein konsequentes gemeinsames Engagement. Denn das sichert uns einen entscheidenden Vorteil um die Talente und damit die Basis für langfristige Prosperität unserer Region.

Sie können Jan Radmacher auch eine E-Mail ­schreiben: j.radmacher@ks-radmacher.de

Bild oben: Jan Radmacher, Geschäftsführer vom Kalksandsteinwerk Wendeburg Radmacher GmbH & Co. KG

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