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Die Lücken in der Breitband­versorgung müssen zügig ­geschlossen ­werden Dienstag, 31 Juli 2018 08:08 Foto: Frank Bierstedt

Die Lücken in der Breitband­versorgung müssen zügig ­geschlossen ­werden

Der neue Mobilfunkstandard 5G ermöglicht zahlreiche neue Anwendungen: beispielsweise in der Industrie 4.0, für Mobilitätsdienste, für vernetztes Fahren oder für die Steuerung dezentraler Netze etwa in der Energieversorgung. Eine flächendeckende Versorgung mit 5G-Mobilfunk erfordert eine vorausschauende, aufeinander abgestimmte Planung des Netzausbaus im Fest- und Mobilfunknetz. Wir begrüßen es ausdrücklich, dass die Landesregierung in Niedersachsen eine Milliarde Euro aus Sonder­vermögen in den Breitbandausbau fließen lassen will. Nötig ist das, denn vor allem in unterversorgten Stadträumen sowie im ländlichen Raum – den sogenannten weißen Flecken – drohen Unternehmen, abgehängt zu werden.

Diese Lücken müssen zügig geschlossen werden. Daher fordern wir, besonderes Augenmerk auf einen flächendeckenden Ausbau bis zum Jahr 2025 zu legen, mit schnellen bis in die Gebäude hineinreichenden Glasfaserverbindungen und einer umfassenden Versorgung mit 5G-Technologie.

Damit sich der Netzausbau für die Funkfrequenzen ersteigernden Unternehmen lohnt, sollte vor der für Anfang 2019 geplanten bundesweiten Frequenzvergabe in einem Masterplan ein mehrstufiges Verfahren für den effektiven Netzausbau insbesondere in der Fläche festgelegt werden. Die Verfügbarkeit von Breitbandversorgung – unter Zuhilfenahme verschiedenster Technologien – ist zwingende Voraussetzung für die Umsetzung der digitalen Transformation auf breitester makroökonomischer Ebene.

In einer Mitte des vergangenen Jahres veröffentlichten OECD-Statistik lag Deutschland mit einem Glasfaseranteil von etwas mehr als zwei Prozent abgeschlagen auf einem der hinteren Plätze – weit unter dem Durchschnitt und hinter der Türkei, Slowenien oder der Tschechischen Republik. Das mag zunächst einmal dramatisch klingen. Gelingt es uns jedoch, die Verfahren zur Fördergeld-Bewilligung zu vereinfachen und damit den Breitbandausbau zu beschleunigen, bin ich zuversichtlich, dass ein infrastrukturell gut vorbereitetes Niedersachsen eine Vorreiterrolle in Deutschland einnehmen kann. Wichtig ist aus unserer Sicht, jene Projekte zu priorisieren, die die Wirtschaft des Landes direkt voranbringen. Nur dann können Unternehmen darauf zeitnah innovative Geschäftsmodelle entwickeln, mit einem Mehrwert für die Gesellschaft und die gesamte deutsche Volkswirtschaft.

Wie das geht, hat beim digitalen Fernsehen Professor Dr. Ulrich Reimers gezeigt. Der Leiter des Instituts für Nachrichtentechnik und Vizepräsident der TU Braunschweig initiierte 1991 zusammen mit fünf Kollegen die Entwicklung des Digitalen Fernsehsystems DVB. Er schuf die Basis für dieses internationale Projekt und lieferte durch zielgerichtetes persönliches Engagement mit zahllosen Partnern bereits 1993 die ersten Grundsteine für die Technik, die heutzutage das Bild der modernen Fernsehtechnik in weiten Teilen der Welt prägt.

Lesen Sie hierzu bitte auch in unserer Titelstory.

Bild oben: »Wichtig ist, jene Projekte zu priorisieren, die die Wirtschaft und den Status Quo des Landes direkt voranbringen«, sagt IHKN-Präsident Helmut Streiff.
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