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Sushi – frisch umwickelt und serviert Donnerstag, 29 März 2018 09:49 Foto: Jörg Scheibe

Sushi – frisch umwickelt und serviert

Seit die japanische Küche in den 1990er-Jahren ihren Siegeszug im Westen angetreten hat, ist auch Sushi in Deutschland nicht mehr wegzudenken. »Früher hieß es, was der Bauer nicht kennt, isst er nicht«, zitiert Choon Boon Lee ein altes deutsches Sprichwort. Doch diese Zeiten sind lange vorbei. Kalter Fisch und kalter Reis, mundgerecht in getrocknetem Seetang frisch umwickelt, gehören heute ganz selbstverständlich zur deutschen Esskultur dazu. Wer ein japanisches Restaurant besucht, zeigt Offenheit und Weltläufigkeit, insbesondere, wenn die Handhabung der ­Stäbchen souverän gemeistert wird.

Choon Boon Lee ist der Besitzer des neu eröffneten Okiko. Sushi & Grill in Goslar. Warum Goslar? Zuerst einmal ging es um die Lokalität selbst. Sie ist in der Marktstraße zentral gelegen und in der Größe angenehm. Goslar ist eine Touristenstadt mit vielen (auch japanischen) Besuchern, die möglicherweise Heimweh nach gewohnten Speisen haben. Choon Boon Lee hat Japan besucht und acht Monate dort gekocht, um original Sushi-Rezepte nach Goslar zu holen.

Auf japanische Gäste spezialisiert ist das Okiko indes nicht. Die Kundschaft besteht überwiegend aus Einheimischen, für die Choon Boon Lee ein ganz großes Lob bereithält: »Deutsche haben die Welt bereist und können viele unterschiedliche Küchen miteinander vergleichen. Sie kennen sich mit landestypischen Gerichten aus und mit Qualitäten.« Früher habe es als »Exoten« nur Ente süß-sauer gegeben. Heute lassen sich viele unterschiedliche und interessante Geschmacksrichtungen genießen und Choon Boon Lee trägt mit dem Okiko das Seine dazu bei.

 

 

»All you can eat« hat eigene Spielregeln

Das Konzept heißt »All you can eat«, kalt und warm. Die Karte verzeichnet fünfundsechzig Sushi-Röllchen, Salate, Suppen, Nudeln, Reis. Tempura Maki mit frittiertem Gemüse, Teriyaki Chicken Roll mit Hühnerfleisch und Avocado, Shake Nigiri mit Lachs, Grüner Algensalat, Miso-Suppe mit Tofu, Seetang und Butterfisch vom Grill. Hinzu kommen siebenunddreißig Sushi-Portionen im Abendangebot: Sashimi-Salat mit Thunfisch und Lachs, Lammspieße, panierte Garnelen, Rinderfilet und Tintenfisch vom Grill. »À la Carte« können Special Okiko Sets gewählt werden, das sind Sushi-Menüs mit Misosuppe, die in Japan schon zum Frühstück gelöffelt wird.

»All you can eat« hat eigene Spielregeln. Man bestellt mit Tabletts. Pro Bestellrunde sind maximal vier Portionen pro Gast erlaubt. Die Idee dahinter: Bitte keine Verschwendung! Nicht zu viel auf den Teller laden. »Wir haben Verantwortung«, betont Choon Boon Lee, »andere hungern und wir schmeißen Lebensmittel weg.« Also sich bescheiden, sich die ersten vier Portionen schmecken lassen und erst dann die nächsten vier Portionen bestellen. Das macht satt, das macht auch Lust und im Bewusstsein, seinem Körper etwas Gutes zu tun, schmeckt die Power Roll Maki noch viel besser. Oder die zwei Lammspieße mit Teriyaki-Sauce, die wie alle Saucen im Okiko selbstgemacht sind und unvergleichlich anders, was heißt: viel besser schmecken als jede gekaufte. Überhaupt besteht Choon Boon Lee auf einem hohen Qualitätsstandard seiner Produkte.

 

Viele junge Gäste

Choon Boon Lee gehörte zu den ersten Tausend Boatpeople aus Vietnam, die der Niedersächsische Ministerpräsident Albrecht 1978 nach Niedersachsen holte. Lee war damals 18 Jahre alt. Lees chinesische Eltern waren nach Vietnam ausgewandert. Schon lange eingebürgert, hat Lee in Braunschweig und Umgebung lange Jahre in asiatischen Restaurants gekocht. Seit zweiundzwanzig Jahren ist er selbstständig. Sein Okiko ist noch jung, kann sich über mangelnde Aufmerksamkeit im Internet aber nicht beklagen. Die Beurteilungen sind sehr gut. Viele Gäste sind jung. Die Jugend sei heute international aufgestellt, wobei das Essen eine nicht geringe Rolle spiele, meint Choon Boon Lee: »Die jungen Leute sind Genussmenschen. Sie haben Geschmacksverstand.« Zudem sind sie noch ausgesprochen gesundheitsbewusst und die fettarme, vitaminreiche, frische und saisonale japanische Küche gehört zu den gesündesten der Welt.

 

www.facebook.com/okiko.goslar

Bild ganz oben: Choon Boon Lee

 
 
 
 
geschrieben von  maru
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