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Ist das Restaurant Il Punto ein Geheimtipp? Mittwoch, 14 Februar 2018 10:22 Foto: Jörg Scheibe

Ist das Restaurant Il Punto ein Geheimtipp?

Die Bewertungen sind sensationell: »super Service, tolles Ambiente, ein Italiener, wo noch mit Liebe und Leidenschaft gekocht wird, das Essen ein Traum« – so oder ähnlich haben Gäste ihren Besuch des Il Punto sowohl bei TripAdvisor als auch auf Facebook umschrieben. Superlativ reiht sich hier an Superlativ. Mancher nennt das Restaurant einen Geheimtipp. Das mag damit zusammenhängen, dass es nicht in der Braunschweiger Innenstadt, sondern etwas außerhalb in der Petzvalstraße liegt. Seit zwei Jahren ist es dort beheimatet: unten die Soccerhalle, Il Punto im ersten Stock.



»Ich bin total verliebt in diese Lage«, betont Chef Bujar, was als Vor- und Nachname zugleich gelten muss, und gerät über eine Gegend, die, wenn man ehrlich ist, nicht zu den schönsten Braunschweigs zählt, geradezu ins Schwärmen: »Wir liegen hier mit Volkmarode und Querum in einem Wohngebiet. Hier leben ganz nette Menschen, ganz tolle Kunden.« Und vor allen Dingen treue Kunden. »Wer einmal bei uns war, kommt immer wieder.« Dazu trägt nicht nur das Essen, der Service und das sehr schöne Ambiente bei, sondern auch die entspannte Parkplatzsituation und die ruhige Lage. Wer etwas getrunken hat, kann sein Auto hier stehen lassen und zu Fuß nach Hause gehen. »Es muss doch nicht alles in der Stadtmitte liegen.« Hinzu kommt Barrierefreiheit und eine großzügige Terrasse mit 120 Plätzen. Aktuell entsteht für Extra-Veranstaltungen ein Wintergarten, der wahrscheinlich im März eröffnet wird.

Der klassischen Linie treu

Bujars Konzept ist klassisch. Auf der ständigen Karte stehen die Gerichte, die jeder Deutsche kennt und liebt: Scampi Tosca, Garnelen mit Knoblauch und Cherrytomaten in Weißweinsauce, Saltimbocca alla Romana, Kalbsrücken­steak mit Salbei und Parmaschinken, Fettucine Salmone mit Lachs, Spinat, Zwiebeln und Tomatensahnesauce, die pikanten Linguine San Giovanese mit Kapern, Sardellen, Lauchzwiebeln und Tomaten sowie handgearbeitete Pizzen von der Margherita bis zur Pizza Parma mit Parmaschinken, Mozzarella und Rucola. »Wir machen keine Experimente«, erklärt Bujar, obwohl Handwerk und Kochkunst dies ohne weiteres zuließen. Doch das Il Punto bleibt seiner klassischen Linie treu. Der Mittagstisch wechselt wöchentlich und enthält Picata Milanese, Farfalle Gorgonzola und Nudelröllchen mit Ricotta, Spinat und Tomatensauce mit Käse überbacken. Suppe oder Antipasti gehören dazu. Jeden Sonntag von 12 bis 15 Uhr wird ein Familienbüfett präsentiert mit allem, was das Herz begehrt: Fleisch, Fisch, Nudeln, Antipasti, Dessert, zusammen für 15 Euro pro Person.

Immer fünf bis sechs Gerichte extra

Am Abend gibt es fünf bis sechs Gerichte extra, die nicht auf der Karte stehen: zum Beispiel Doradenfilet an Kräutersauce, Lammfilet mit Pflaumen an Pflaumencognac-Sauce mit etwas Honig, leicht scharf, oder– so lecker wie selten – Leber mit Pinienkernen, Salbei und ge­­schmorten Zwiebeln. Auch Seeteufel mit ­Zitronen- und Saffransauce kommt bisweilen auf den Teller. Zu allen Gerichten werden Gemüse und Kartoffeln serviert.

Im Geschäftsleben müsse man eine erkennbare Linie haben, lautet Bujars Überzeugung. Wobei nichts gegen eine flexible Umsetzung spräche. Den Roten Faden jedoch dürfe man nie aus den Augen verlieren. Nur so stelle sich Erfolg ein. Es sei ein Zusammenspiel von Essen, Service, Kompetenz und Qualität. Das Essen im Restaurant müsse immer um Längen besser sein als das, was man zu Hause kocht. Ein Abend im Restaurant müsse etwas Besonderes sein, etwas, das im Gedächtnis bleibt.

Viel Vertrauen aufgebaut

Gleich beim Eintreten fallen die kunstvoll gefalteten blütenweißen Stoffservietten auf. Bujar: »Schon allein da geben wir uns Mühe.« Man sieht die Liebe zum Detail und spürt: Im Il Punto wird an zivilisatorischen Standards festgehalten, die in der heutigen Zeit nicht mehr selbstverständlich sind. Auch dafür bleibt das Restaurant im Gedächtnis. »Uns geht es gut. Wir hatten allerdings einen harten Weg. Wir mussten Vertrauen aufbauen, damit die Leute sagen: Wir gehen nicht in eine Sportsbar, sondern in eine gepflegte Gastronomie«, skizziert der Chef. Eine Gastronomie, in der nicht nur super gekocht wird und dabei einen super Service mit einem angenehmen Preis-Leistungsverhältnis verbindet, sondern auch eine, die sehr individuell und persönlich eingerichtet ist.

Luciano Pavarotti, Sophia Loren, Toto, Marcello Mastroianni, Adriano Celentano, aber auch die Monroe und James Dean, attraktiv auf roter Wand, liebevoll und rahmenlos. Ist Bujar Filmfan? »Total! Ich liebe diese Schwarz-Weiß-Bilder und habe sie jahrzehntelang gesammelt. Ich hätte am liebsten in den 50er- und 60er-Jahren gelebt.« Damals sei der gesellschaftliche Zusammenhalt einfach größer gewesen.

Und wer hat sich nun den Namen Il Punto ausgedacht? »Ich«, sagt Bujar. Gemeint ist damit der Punkt, an dem man sich trifft, der Punkt, an dem man den Abend genießt, der Punkt, wo man freundlich empfangen wird, der Punkt, wo man ein leckeres Essen genießen kann. »Die Gäste kommen zu uns, haben einen schönen Abend und gehen glücklich nach Hause.« Und kommen wieder.maru
www.ilpuntobs.de

Bild oben: Chef Bujar in seinem von ihm selbst geschmackvoll gestalteten Restaurant.
geschrieben von  maru
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