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KVG: 45 zusätzliche Elektrobusse bis 2023

Der Aufsichtsrat der Kraftverkehrsgesellschaft mbH Braunschweig (KVG) hat grünes Licht für die Umstellung der KVG-Busflotte auf rund 25 Prozent Elektrobusanteil gegeben. Die derzeit drei Fahrzeuge umfassende Elektrobusflotte soll bis 2023 auf 48 Solobusse mit elektrischem Antrieb wachsen. Bereits in diesem Jahr beabsichtigt die KVG, sechs neue E-Busse zu beschaffen. Voraussetzung dafür ist eine Förderung aus Finanzmitteln des Landes Niedersachsens und/oder des Bundes. Mittelfristig plant die KVG, ihre batteriebetriebenen Fahrzeuge gleichmäßig auf den Betriebshöfen Salzgitter-Lebenstedt, Salzgitter-Bad, Wolfenbüttel und Helmstedt zu stationieren. Grundlage für den Beschluss des KVG-Aufsichtsrats ist das positive Fazit aus dem Projekt Leo (Linienbetrieb mit elektrischen Omnibussen), das die KVG vor rund zwei Jahren startete.

Durch den Ausbau der Elektromobilität erwartet die KVG einen jährlichen Rückgang des Dieselverbrauchs um 930 000 Liter sowie der CO2-Emissionen um 3200 Tonnen. Zudem werde die Bevölkerung einen spürbaren Rückgang der Lärmemissionen feststellen, da die Motorgeräusche der Busse einen Anteil von 60 bis 80 Prozent der Gesamtgeräusche verursachen. 25 Prozent der KVG-Flotte könnten nach heutigem Stand elektrifiziert werden. Der Anteil an der Gesamtleistung des KVG-Betriebes wird mit rund 30 Prozent beziffert.

Aufgeladen werden die Elektrobusse der KVG ausschließlich auf den Betriebshöfen. Durch die Nachtladung entfiel der Aufbau einer kostenaufwändigen Infrastruktur im Liniennetz. Das Aufladen der Elektrobusse gestaltete sich zeitweise aufgrund einer zu schwachen Stromversorgung schwierig. Hier will die KVG auf Basis des Aufsichtsratsbeschlusses jedoch nachbessern. In Wolfenbüttel soll noch in diesem Jahr eine leistungsfähige Trafostation errichtet werden. In Salzgitter wird diese in etwa zehn Wochen in Betrieb gehen. Auch die Betriebshöfe Salzgitter-­Bad und Helmstedt benötigen mittelfristig einen Mittelspannungsstromanschluss und einen Transformator. In Kombination mit einem Lademanagement erhalten alle Standorte eine zuverlässige Stromversorgung, die den weiteren Ausbau der Elektromobilität bei der KVG ermöglicht.

Für die Anschaffung der drei vorhandenen Elektro­busse hatte die KVG durch die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen mbH (LNVG) im Auftrag des Landes Niedersachsen eine Förderung in Höhe von 40 Prozent der Beschaffungskosten erhalten. Für die kommenden E-Bus-Bestellungen plant die KVG, Fördermittel des Landes Niedersachsen mit den neu aufgelegten Mitteln des Bundes zu kombinieren.
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