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Clausthaler Forscher und Partner gewinnen ­Nachhaltigkeitspreis Montag, 08 Januar 2018 15:14 Foto: TU Clausthal

Clausthaler Forscher und Partner gewinnen ­Nachhaltigkeitspreis

Schon der Blick auf die diesjährigen Ehrenpreisträger macht die Dimension des Deutschen Nachhaltigkeitspreises 2017 deutlich: Ihre Majestät, die Königin der Belgier, die schottische Sängerin Annie Lennox und die britische Verhaltensforscherin Jane Goodall wurden hier ebenso für beispielhafte Nachhaltigkeitsleistungen geehrt wie der Musiker Marius Müller-­Westernhagen. Bereits seit 2008 prämiert der Preis vorbildliche Nachhaltigkeitsleistungen in Wirtschaft, Kommunen und Forschung. Diese Auszeichnung gilt als die größte ihrer Art in Europa. In letzterer Kategorie wurde das Clausthaler Verbundprojekt »bio-elektrochemische Brennstoffzelle« (BioBZ) zum Sieger gekürt.

Das Projekt widmet sich dem nachhaltigen Umgang mit Abwasser. Koordiniert von Professor Michael Sievers vom CUTEC Clausthaler Umwelttechnik Forschungszentrum der TU Clausthal ist es den Kooperationspartnern gelungen, aus dem Abwasser einer Kläranlage direkt Strom zu gewinnen. Kernstück der Anlage ist eine bio-elektrochemische Brennstoffzelle, die ohne die bisher üblichen Umwege über den Faulprozess Strom und Wasserstoff erzeugen kann. Kläranlagen gehören bislang zu den größten kommunalen Stromverbrauchern. Mit der neuen Technologie soll eine Trendwende eingeleitet werden, die aus dem Stromfresser Kläranlage ein kleines Kraftwerk macht.

Eine bundesweit einmalige Pilotanlage entsteht zurzeit bei einem der Projektpartner, auf dem Gelände der Goslarer Kläranlage der Eurawasser Betriebsgesellschaft mbH. Die Vorteile von BioBZ für die künftige Abwasserreinigung sind vielfältig, betont Professor ­Sievers: »Autarke, wartungsarme und verbesserte Abwasserbehandlung, kaum Klärschlamm und Strom und Wasserstoff, zum Beispiel für Elektroautos.«

Auf der Festveranstaltung in Düsseldorf waren auch die weiteren Partner des Erfolgsprojektes anwesend: Professor Ulrich Kunz (Institut für Chemische und Elektrochemische Verfahrens­technik der TU Clausthal), Professor Uwe Schröder und Professor Robert Kreuzig (Institut für Ökologische und Nachhaltige Chemie der TU Braunschweig), Professor Harald Horn (Engler-Bunte-Institut am Karlsruher Institut für Technologie) und Dr. Thorsten Hickmann (Eisenhuth Gmbh & Co. KG, Osterode).

Bild oben: Professor Thomas Hanschke, Präsident der TU Clausthal, Professor Robert Kreuzig, Professor Uwe Schröder (beide TU Braunschweig), Professsor Michael Sievers (TU Clausthal), Professor Ulrich Kunz (TU Clausthal), Dr. Thorsten Hickmann (Eisenhuth GmbH, Osterode) und Professor Harald Horn (Karlsruher Institut für Technologie, v. l.) bei der Preisverleihung.
geschrieben von  wo
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