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Was macht eigentlich … Wolf Horenburg? Dienstag, 14 Oktober 2014 00:00 Foto: Peter Pohl

Was macht eigentlich … Wolf Horenburg?

In Wolf Horenburgs Terminkalender eine Lücke zu finden war gar nicht einfach. Die Zahl seiner Ehrenämter ist nach wie vor enorm. Horenburg, der am 20. September seinen 80. Geburtstag feierte, ist Vorsitzender des Fördervereins des Braunschweigischen Landesmuseums, Vorsitzender der Braunschweigischen Musikgesellschaft, Vorsitzender des Fördervereins der Rotary-Clubs Braunschweig und Braunschweig Richmond sowie Vorstand der Stiftung Knabenhof bei St. Leonhard.

Der Rat des langjährigen Vorstandschefs der Hofbrauhaus Wolters AG (1976 bis 1990, anschließend bis 2003 Vorsitzender des Aufsichtsrates) ist genauso geschätzt wie sein umfassendes Netzwerk. »Ohne weit­gespannte Kontakte sind Sie sowohl als Unternehmer als auch als Führungskraft schlecht dran«, sagt er. In ­seiner Zeit als ­Brauerei-Chef sei er aufgrund seines Bekanntheitsgrades häufig als »Herr ­Wolters« angesprochen worden.

Als sich die sieben Gesellschafter Ende der 1980er Jahre entschlossen, das Unternehmen an die Hannoveraner Gilde-Brauerei zu verkaufen, musste Horenburg sich auf die neuen Gegebenheiten einstellen. Nach der Übernahme von Gilde durch den belgischen Brauereikonzern Interbrew habe er 2003 alle Ämter im Unternehmen niedergelegt. An die ins Auge gefasste Schließung der Brauerei 2005 erinnert sich Horenburg nur ungern. Mit einer triumphierenden Handbewegung reagiert er auf die Frage, wie er den Neustart von Wolters empfunden hat und verrät, dass er den Anstoß für eine Braunschweiger Lösung gegeben habe. Mit Hochachtung spricht er von den vier Geschäftsführern, die die Brauerei seit 2006 unter veränderten Wettbewerbsbedingungen – früher lag der Fassbieranteil bei 80 Prozent, heute bei 10 Prozent – in eine neue Zukunft führen.

Bekannt wurde Horenburg auch durch seine geschichtlichen Vorträge, mit denen er im Besonderen sein fundiertes Wissen über die Braunschweiger Landesgeschichte unter Beweis stellte. Unverzichtbar, so Wolf Horenburg – wie immer perfekt gekleidet, mit einer dezenten Perle an seiner Krawatte – unverzichtbar sei für ihn die Natur. Der passionierte Jäger hat im Elm eine eigene Jagd. »Wenn ich auf dem Hochsitz bin, kann ich komplett abschalten. Keine Minute ist langweilig, weil immer etwas passiert.«

Und sollte im Wald doch einmal Funkstille sein, nutzt Horenburg die Zeit zum Auswendiglernen von Gedichten, zum Beispiel von Goethe. »Dadurch bleibe ich geistig fit.« Rund 50 Gedichte hat er insgesamt in petto. Horenburgs weitere Rezepte zum Jungbleiben: ein regelmäßiges Wolters-Pils und viel körperliche Bewegung an frischer Luft (»Reparaturarbeiten zum Beispiel am Hochstand übernehme ich selbst.«).

geschrieben von  wo
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