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Talk Digital: So ticken die Käufer in der Onlinewelt Freitag, 18 Mai 2018 08:18 Foto: Jörg Scheibe

Talk Digital: So ticken die Käufer in der Onlinewelt

Im digitalen Zeitalter drehen sich die Uhren schneller? Die Entwicklungsgeschichte des Online-Marketings spricht dafür. Es ist nicht lange her, da spielten Vermarktungs- und Werbemaßnahmen im Internet bestenfalls eine Nebenrolle in den Unternehmen. »Online war für sie nur kleiner Kanal«, sagt Tim Aster. Und heute? Sind die digitalen Marketing-Instrumente in die Hauptrolle geschlüpft. »Sie bestimmen heute das Tempo, mit dem sich Marken entwickeln.«


Tim Aster ist geschäftsführender Gesellschafter der Talk Digital GmbH mit Stammsitz in Braunschweig und zweitem Standort in ­München. Welchen Einfluss haben das Internet im Allgemeinen und Facebook und YouTube im Besonderen auf die Kaufentscheidung? Wovon lassen sich Käufer leiten, wenn sie im Netz nach Informationen zu Produkten suchen? Auf welche Art und Weise können Unternehmen online Vertrauen zu ihren Kunden aufbauen? Kurzum: Wie tickt er – der digitale Konsument? Die Unternehmensberatung mit Schwerpunkten Online-Marketing und E-Commerce gibt Antworten. »Wir machen Unternehmen fit für die Digitalisierung von Marketing und Vertrieb«, sagt Tim Aster.

Unterstützung bei der ­Internationalisierung

So auch darin, wie Unternehmen und ihre Marken den Einstieg in den globalen Markt schaffen. »Die Internationalisierung ist eine spannende Aufgabe. Ein Beispiel ist China: Es funktioniert nicht, die Spielregeln des deutschen Markts wie eine Schablone auf den chinesischen zu legen, weil dort die Menschen das Internet ganz anders nutzen als wir.«

Der Großteil der Chinesen erledigt seine Einkäufe über das Smartphone, laut Tim Aster sind es 90 Prozent – was die Bedeutung des Online-Marketings seiner Meinung nach noch größer werden lässt. »Wir begleiten Unternehmen bei der Internationalisierung und unterstützen sie, den digitalen Vertrieb aufzubauen.« Wann werden wir in Deutschland so weit sein, dass fast jeder seine Bestellungen über das Handy abwickelt? »Ich gehe davon aus, dass das in fünf Jahren so ist.«

Ein bekanntes Gesicht

Tim Aster ist ein bekanntes Gesicht in unserer Region. Er ist einer der Gründer der Braunschweiger Löwenstark Online Marketing GmbH, die gemessen am Umsatz zu den 20 größten deutschen Agenturen im Bereich Online-Marketing zählt, Spezialist für Suchmaschinenoptimierung und -marketing ist und Referenzkunden wie Villeroy & Boch, American Express und Nestlé hat. Talk Digital ist eine hundertprozentige Tochter von Löwenstark.

»Das Beratungsgeschäft wird immer wichtiger. Deswegen haben wir uns entschieden, ein neues Unternehmen zu gründen.« Beide sollen voneinander profitieren. »Talk Digital liefert die Strategie und Löwenstark die Werkzeuge, um diese umzusetzen – das ist die Aufteilung.« Beheimatet sind die Unternehmen im Osten Braunschweigs im Stadtteil Gliesmarode unter einem Dach.

Dass sich Kunden auf dem Weg zur Arbeit auf dem Smartphone über ein Produkt informieren und es dann abends vor dem Fernseher mit dem Tablet bestellen, dass sie sich an den Ergebnislisten von Suchmaschinen orientieren, online nach Experten-Meinungen suchen und auch die Offlinewelt nach wie vor wichtig für ihre Kaufabsicht ist, stellt Unternehmen vor wichtige Entscheidungen – kommunikativ, organisatorisch, technologisch.

Schulungen und Workshops

»Eine neue Entwicklung ist, dass Unternehmen diese Aufgabe nicht mehr komplett in die Hände von Agenturen geben wollen«, erklärt Tim Aster, der an der Ostfalia Wirtschaftsinformatik studiert hat und an der Welfenakademie Braunschweig Dozent für den Studiengang Digital Marketing ist. »Sie möchten eine eigene Expertise aufbauen, um für sich die richtige Strategie zu entwickeln und auch steuern zu können.« Schulungen und Workshops sind Schwerpunkt des Angebots von Talk Digital. »Wir tragen unser Wissen in die Unternehmen hinein.«

Und auch ein Klima für mehr Tempo und Agilität: Kunden suchten auch deswegen die Zusammenarbeit mit ihm und seinem Team, um bei der Erprobung neuer Geschäftsmodelle einen kulturellen Sprung zu machen, betont der 34-Jährige. Nach dem Motto: mehr Start-up-Mentalität und Innovationskraft, weniger standardisierte Prozesse, Lastenhefte und lange Entwicklungszyklen. »Wir helfen ihnen, sozusagen in Silicon-Valley-Manier ihre Idee auf den Markt zu bringen – digital, schnell und mit einem auf das Wesentliche reduzierten Produkt.«

Auch Scheitern ist erlaubt. »Salopp gesagt: Wenn ein Produkt durchfällt, kostet es das Unternehmen vielleicht 300 000 Euro – und damit drei Millionen Euro weniger, als wenn es nach der alten Ingenieurschule vorgegangen wäre. Um ein Geschäftsmodell am Kunden zu testen und danach die richtige Investitionsentscheidung zu treffen, ist ein digitales Produkt in vielen Fällen der beste Weg.«

Bild ganz oben: Der geschäftsführende Gesellschafter Tim Aster macht mit seiner Talk Digital GmbH Unternehmen fit für die Digitalisierung von Marketing und Vertrieb.

 
geschrieben von  boy
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