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Kochkurs-Trends sind regio­nale und gesunde Küche Freitag, 07 September 2018 09:19 Foto: Kerstin Lautenbach-Hsu

Kochkurs-Trends sind regio­nale und gesunde Küche

Foodblogs, Kochbücher und Zeitschriften rund um das Thema Essen erleben in den letzten ­Jahren einen regelrechten Hype. Noch nie gab es so viele Ernährungsratgeber und Kochshows wie derzeit im deutschen Fernsehen. Auch die Nachfrage nach Kochkursen ist so hoch wie nie zuvor. Neben verschiedenen Kochschulen in der Region bietet das Haus der Familie als Unter­nehmen der Volkshochschule Braunschweig ein vielfältiges Angebot an Ernährungskursen mit verschiedenen Schwerpunkten an. Sonja Bunzmann, pädagogische Mitarbeiterin und unter anderem für die Programmplanung der Kochkurse zuständig, verrät, was hinter der neuen Begeisterung fürs Kochen steckt.

»Die Zeiten, in denen die Nahrungszubereitung lediglich ein notwendiger Prozess war, der der bloßen Lebenserhaltung diente, sind längst vorbei. Heute ist das Kochen für viele zu einem leidenschaftlichen Hobby geworden, das mit viel Enthusiasmus und Kreativität ausgeübt wird«, sagt Sonja Bunzmann. »Kochen verbinden immer mehr Menschen mit Freude und Genuss in geselliger Runde. Und wo könnte man dieses Gefühl besser erleben, als bei einem Kochkurs?«

Die Küche im Haus der Familie ist ein Treffpunkt für große und kleine Genießer, Familien, Kinder, Jugendliche, Kochbegeisterte und jene, die es noch werden wollen. Neugierige Koch­anfänger und vielgereiste Foodies, die gerne in geselliger Runde leckere Gerichte zubereiten, sind hier an der richtigen Adresse. Und natürlich darf ein leidenschaftliches Engagement seitens der Veranstalter nicht fehlen: »Wir sorgen gemeinsam mit unseren Kursleiterinnen und Kursleitern dafür, dass unsere Teilnehmer unvergessliche Koch­momente erleben«, sagt Bunzmann.

Kochkurs als ­lebendiges Forum

Die Gründe für den Besuch eines ­Kochkurses sind so vielfältig, wie es unterschiedliche Küchen auf der Welt gibt. Während für einige Teilnehmer Kochen meditative Entspannung bedeutet, erhoffen sich andere Inspiration und nützliche Tipps von den Kursleitern. Für andere wiederum ist ein Kochkurs eine gute Gelegenheit, um Zeit mit Freunden oder dem Partner zu verbringen. »Natürlich könnte man sich die Rezepte auch im Internet zusammensammeln, doch Kochkurse bieten eine Art ›lebendiges Forum‹, das zum gemeinsamen Erleben einlädt«, erklärt Bunzmann. Einen weiteren entscheidenden Erfolgsfaktor sieht die Pädagogin in den fachkundigen und päda­gogisch-didaktisch gut geschulten Kursleitern, die nicht nur frische und hochwertige Lebensmittel einkaufen und eine Vielzahl von Rezepten aus unterschiedlichen Themenbereichen für die Teilnehmer bereithalten, sondern die auch für eine angenehme Kochatmosphäre sorgen.

Bei den Kochkursen geht es aber bei weitem nicht nur um die Zubereitung köstlicher Speisen, sondern Teil des Konzepts ist, die Teilnehmer in die Küchen- und Kochpraxis einzuführen, ihnen Tipps für eine ausgewogene Ernährung zu geben und die preiswerte, saisonale Küche vorzustellen.

Kochkurs-Trends sind regio­nale und gesunde Küche

Von europäischen Klassikern der italienischen, spanischen und französischen Küche über Exotisches aus Asien bis hin zu veganer Rohkost, wird in der Region ein vielfältiges Spektrum an Kursen angeboten. Eine zunehmend bedeut­samere Rolle bei der Auswahl des richtigen Kurses spielt für viele Teilnehmer das Interesse an gesunder Ernährung. Auch die Nachfrage nach regionalen Produkten und Gerichten wächst stetig. Fundiertes Basiswissen, hippes Trendfood wie Sushi oder Dim Sum, geselliges Familien­kochen oder Ausgefallenes aus der internationalen Küche, mehr als 75 Kochkurse bietet beispielsweise das Haus der Familie im Wintersemester 2018/19 an.

Kochen ist gut für die ­kleinen grauen Zellen

Wer seine Mahlzeiten selbst zubereitet, macht sich per se mehr Gedanken über eine gesunde Lebensführung und über die Qualität der verwendeten Lebensmittel. Doch es gibt noch einen weiteren überzeugenden Grund, um zum Kochlöffel zu greifen: Kochen fördert laut wissenschaftlicher Studien die kognitiven Fähigkeiten. Wer regelmäßig am Herd steht und neue Gerichte ausprobiert, steigert seine Kreativität, achtet verstärkt auf Details und setzt bei den Speisen auf Qualität statt Quantität. Neue Rezepte erfordern besondere Aufmerksamkeit, Abläufe in der Zubereitung müssen beachtet werden und das Essen soll vor dem Servieren möglichst appetitlich auf dem Teller landen. Das alles ist gut für die Stimulation der kleinen grauen Zellen. Außerdem gelten Hobby-Köche als besser multitaskingfähig. So ist es kein Wunder, dass auch immer mehr beruflich erfolg­reiche Menschen selbst zum Kochlöffel greifen.

Kochen als Firmenevent

Als Teambuildingevent, zur Fortbildung oder als Weihnachtsfeier eignen sich Kochkurse perfekt, da innerhalb kürzester Zeit alle entscheidenden Prozesse abgewickelt werden, die das Arbeiten in einer Gruppe kennzeichnen: Man legt ein Ziel fest, das es gemeinsam zu erreichen gilt. Beim gemeinsamen Kochen wird probiert, geredet, man tauscht sich aus und lacht. Das gemeinsame Kochen verbindet auf angenehme Weise. Aber wen wundert das? Schließlich gilt die Küche nicht umsonst als einer der kommunikativsten Orte.

Interkulturelles Lernen in der Küche

Wer neben bestimmten Kochtechniken und Lebensmittelspezifischem noch mehr lernen möchte, wählt einen Kurs, der einen anderen Kulturkreis in den Fokus stellt. Gerade solche Kochkurse sind dem interkulturellen ­Lernen überaus zuträglich. Essen verbindet die Menschen weltweit und wer andere Länder mit ihren Sitten und Gebräuchen verstehen möchte, sollte unbedingt einen Blick in fremde Kochtöpfe werfen. Man lernt nicht nur neue und exotische Lebensmittel kennen, sondern erfährt auch, warum die Menschen dort bestimmte Produkte verwenden oder warum eben auch nicht. »Da das Haus der Familie als Teil der Volkshochschule einen Bildungsauftrag verfolgt, ist es uns wichtig, dass die Kursleiter nicht nur Rezepte nachkochen lassen, sondern auch spezifisches Wissen bezüglich der Ziel­kultur vermitteln«, sagt Sonja Bunzmann. »Einige unserer Kursleiter beginnen ihre Kurse mit Beamer-Präsentationen, in denen sie Fotos der Länder zeigen, um die sich der Abend dreht, andere decken den Tisch mit landestypischen Elementen, servieren spezielle Appetizer und laden die Teilnehmer so zu einem kulinarischen Kurzurlaub ein. Und das mitten im Herzen Braunschweigs.«

 

 

Foto ganz oben:
Sonja Bunzmann ist als pädagogische ­Mitarbeiterin der Volkshochschule für die ­Programmgestaltung zuständig.
 

geschrieben von  klh
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