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Mehr Eigenmotivation durch Sport  in der Gemeinschaft Donnerstag, 15 Februar 2018 14:05 Foto: Nina Witte/Fitnessland

Mehr Eigenmotivation durch Sport in der Gemeinschaft

Eben noch wurden wohlfeil die guten Vorsätze formuliert, da klopft auch schon der Frühling an die Tür: Hey, alles fit? Für die einen ist die bloße Gesundheit Hauptmotivation für »ein ­bisschen mehr Sport«, die anderen wollen jeden Tag schneller, beweglicher und stärker werden. An neuen Sportarten und Trends mangelt es nicht in der nach wie vor boomenden Fitness-­Branche. Wir haben den Personal Trainer Jan Körber gefragt, an ­welchen ­Themen in diesem Jahr kein Weg vorbei führt.




Wearables – Workouts werden ­digitaler


2017 wurden die Activity Tracker massentauglich. Fitbit, Garmin, Polar, Apple, Samsung – es gab kaum einen großen Anbieter dieser ­Branche, der es verpasst hat, auf den Zug aufzuspringen. Zurecht, wie sich heute herausstellt.

Laut dem Statistik-Portal »statista« lag der Fitness-Tracker Umsatz im Jahr 2014 in Deutschland bereits bei knapp 40 Millionen Euro. In nur drei Jahren ist dieser auf über 142 Millionen gestiegen. Wearables im Bereich Fitness sind gefragt. Im Jahr 2016 benutzt bereits jeder dritte Deutsche einen Wearable Tracker (Studie Branchenverband Bitkom). Tendenz steigend.

Der technologische – vor allem der digitale – Fortschritt macht die Geräte für die breite Masse immer interessanter.
In der Vergangenheit wurden Tracker vor allem zur Messung und Aufzeichnung der persönlichen Gesundheitswerte genutzt. Die Wearables hielten den Puls, die Herzfrequenz, oder auch die Länge und Qualität des Schlafes fest.

Künftig wird die Nutzung weitaus individueller möglich sein. Der Markt hat ein großes Entwicklungspotenzial. Noch befindet er sich in einer frühen Phase des Lebenszyklus’. Für den Fitness-Fan haben die Innovationen in diesem Bereich weitreichende Auswirkungen: So wird das Sharen persönlicher Gesundheits- beziehungsweise Trainings­ergebnisse, das Teilen des individuellen Fortschritts, eine immer wichtigere Rolle spielen. Schon bald könnte der gesamte Gesundheits- und Fitness­zustand über ein Wearable gesteuert werden – den eigenen, jeweils auf die Person angepassten, Personal Trainer direkt am Handgelenk. Auch Virtual-­Reality-Brillen werden immer beliebter, in der Gaming-Industrie sind sie bereits ein fester Bestandteil. Diese Entwicklung im Blick erscheint es nicht unrealistisch, dass wir schon bald mit einer Brille ­joggen gehen, die uns alle relevanten Werte direkt in unser Sichtfeld spielt.

Yoga


Yoga, die philosophische Lehre aus Indien, die sich aus verschiedensten körperlichen und geistigen Übungen zusammensetzt ist auch weiterhin »en vogue«. Nie wirklich weg, wird Yoga in den angesagten Fitnessclubs der USA seit geraumer Zeit so häufig wie nie angeboten.

Yoga kann eher meditativ oder körperbezogen ausgerichtet sein. Eine der bekanntesten Formen des Yogas ist das moderne Hatha Yoga. Es fördert das Gleichgewicht zwischen Körper und Geist, durch körperliche Übungen, Atemübungen und Meditation. Regelmäßig praktiziert, fördert Yoga außerdem seine Beweglichkeit und hat auf viele Menschen eine beruhigende, ausgleichende Wirkung. Somit kann den Folgeerscheinungen von Stress sehr gut entgegengewirkt werden.

Auch in Deutschland hat sich Yoga weiter etabliert – vor allem in Yoga- und in Fitnessstudios. Über das Internet finden aktuell vermehrt junge Leute einen Zugang zum Thema, das durch Plattformen wie Instagram oder Yoga derzeit ohnehin extrem gepusht wird.

Community ­building – offline und online


Jeden Tag – egal zu welcher Tageszeit. Es passiert überall. Outdoor-Trainings, Running-­Gruppen und Bootcamps. In allen Städten Deutschlands scharen sich Menschen zusammen, um gemeinsam zu trainieren. Der Community-Faktor gewinnt mehr und mehr an Bedeutung. Wer noch nie in einer Gruppe trainiert hat, sollte dies unbedingt ausprobieren. Es fördert die Motivation und lässt den Sportler sehr häufig sogar zur Bestform auflaufen.

Der Sport in der Gemeinschaft appelliert in positiver Weise an das Pflichtgefühl. Denn: Sich aufzuraffen ist häufig das Schwierigste. Der Weg zum Training. Der Gedanke daran gleich los zu müssen, obwohl Kopfschmerzen im Anflug sind, man eigentlich gar keine Zeit hat oder der leckere Kaffee am Frühstückstisch – diese vorgeschobenen Gründe kennt wohl jeder. Wer in der Gruppe trainiert, möchte diese in der Regel nicht enttäuschen. Und so absolviert, wer mit anderen trainiert, auch noch die letzte Kniebeuge, vor der sich im Fitnessstudio vermutlich erfolgreich gedrückt worden wäre.

Der Schlendrian hat weniger Chancen, wenn einen fünf Leute anfeuern. Das Zusammen­gehörigkeitsgefühl beim Sport motiviert und macht Freu(n)de. Der Weg zum Fitness der ­Fitness willen ist sicher gut. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Training nachhaltig durchgezogen wird, ist jedoch viel höher, wenn es wirklich Spaß macht.

Bild oben: Jan Körber arbeitet als Personal Trainer in Braunschweig und Hamburg.
geschrieben von  wo
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