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Kapitalmarkt 2019: Flexibel agieren ist Trumpf! Donnerstag, 20 Dezember 2018 10:41 Foto: Commerzbank

Kapitalmarkt 2019: Flexibel agieren ist Trumpf!

2019 wird ein Börsenjahr mit vielen Gesichtern. Politische Themen wie der schwelende Handelskonflikt oder der Ende März anstehende Brexit werden die Märkte in Atem halten. Darüber hinaus dürfte die EZB nach sieben Jahren endlich ihre Nullzins­politik beenden. Das allerdings würde das Dilemma für den Anleger – ganz egal, ob Privatperson oder investierendes Unternehmen – zunächst vergrößern.

2019: Zahlreiche Bekannte ...
Auch 2019 dürfte kein einfaches Kapitalmarktjahr werden. Zwar stehen die konjunkturellen Zeichen weiter auf Aufschwung. Allerdings sollte die Dynamik weiter nachlassen. Insbesondere in China sorgt der Handelskonflikt mit den USA für Verunsicherung und bremst das Wirtschaftswachstum. Auch in den anderen Regionen werden die Zuwachsraten wohl nicht mehr ganz an das 2018er-Niveau heranreichen. So nehmen in den USA die Positiveffekte aus der Steuerreform ab, während in Europa die politischen Themen (Italien, Brexit) belasten.

... aber auch einiges Neues
Größere Neuigkeiten dürfte es 2019 von den Notenbanken geben. In den USA haben die Währungshüter in den vergangenen Jahren kräftig an der Zinsschraube gedreht. Nach zwei bis drei weiteren Zinserhöhungen im kommenden Jahr könnte der US-Leitzins ein Niveau erreichen, auf dem eine längere Zinspause wahrscheinlich wird. Damit wäre die Zinsnormalisierung nach der Finanz- und Wirtschaftskrise im Land der unbegrenzten Möglichkeiten abgeschlossen. Ironischerweise ist im Schlussquartal 2019 mit den ersten zögerlichen Zinsschritten der europäischen Zentralbank zu rechnen. Diese dürften extrem vorsichtig erfolgen, sodass wir nicht vor 2023 mit einem Leitzins auf Inflationshöhe rechnen.

Was heißt das für die Märkte?
Für die Kapitalmärkte sind das durchwachsene Nachrichten. Zwar spricht der fortgesetzte wirtschaftliche Aufschwung grundsätzlich für Aktien als Anlageklasse, die nachlassende Konjunkturdynamik dürfte das Ausmaß der Kursgewinne aber begrenzen. Zudem steht zu befürchten, dass die vorhandenen Risiken für eine schwankungsreiche Börsenentwicklung sorgen. An den Anleihemärkten sollte die Kombination aus nachlassenden Notenbankkäufen und moderat steigenden Inflationsraten für negative Kurseffekte sorgen. Damit bleiben Anleihen kein besonders attraktives Anlageinstrument. Offene Immobilienfonds sollten ihren Höhenflug weiter fortsetzen, zumal sie im Vergleich zu Direktanlagen über »stille Performance-Reserven« verfügen. Sie bleiben erste Wahl für den konservativen Investor.

Was tun?
Für den Anleger sind 2019 damit zwei Dinge Trumpf: Zum einen gilt es, die eigene Geldanlage breit zu diversifizieren. So lassen sich unnötige Risiken vermeiden beziehungsweise reduzieren. Zum anderen sollten Stellschrauben im Portfolio regelmäßig nachjustiert werden. Denn hektischere Schwankungen erfordern schnellere Reaktionen.

Bild oben: Chris-Oliver Schickentanz, Leiter Investmentstrategie Chief Investment Officer für Privatkunden, Commerzbank.
geschrieben von  wo
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