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Privat ist beruflich, beruflich ist privat Freitag, 19 Oktober 2018 08:15 Foto: André Pause

Privat ist beruflich, beruflich ist privat

Martin Streppel ist ein Mann der Begegnungen und Kontakte. Er liebt und lebt die Kommunikation – im Privatleben wie im Beruf. Als einem von zwei Geschäftsführern der Munte Immobilien GmbH & Co. KG kommt ihm die Passion für das persönliche Gespräch zugute. Wobei in diesem Zusammenhang Privat schon sehr häufig Beruflich und beinahe noch öfter aus Beruflich Privat geworden sei, wie er im Chefbüro-­Gespräch erzählt.

Und so beginnt auch unser Termin gleich mit einer dieser Anekdoten aus der Kate­gorie »Geschichten, die das Leben schrieb«. Der Gastgeber hat einen Patina behafteten Zeitungs­bericht herausgesucht: eine halb­seitige Reportage erzählt das Reise-Abenteuer des Bläserkreises Porta Westfalica, welches es in den frühen 80er-Jahren nach Rumänien verschlug. In besagtem Orchester spielte Streppel Trompete. Nachdem sein Instrument mindestens zwei Jahrzehnte lang mehr in der Schublade lag, als dass es gespielt wurde, holte er es vor nicht allzu langer Zeit wieder hervor.

Die Trompete als Recruiter

»Ich dachte, dass es eigentlich schade ist, dass die Trompete allenfalls noch bei Happy-­Birthday-Ständchen zum Einsatz kommt«, erzählt der Immobilien-Profi. »Jetzt gehe ich jeden Montagmorgen zum Einzelunterricht. Dem Lehrer habe ich gesagt, dass ich nicht viel Zeit zum Üben habe, aber wieder ein bisschen intensiver dranbleiben möchte.«

Das funktioniere recht gut. Und wie es der Zufall gewollt habe, sei der Kontakt zum Sohn des Trompetenlehrers entstanden. »Philipp Euen ist eigentlich Berufstrompeter. Weil es in dem Bereich jedoch so viele Bewerber auf ganz wenige Stellen gibt, hat er sich nun für eine zweite Ausbildung entschieden – und die hat er gerade bei uns begonnen«, sagt Streppel zufrieden lächelnd. »Auch dafür war die Trompete gut. Realistischerweise muss man sagen, dass wir uns sonst doch niemals kennengelernt hätten.«

Hausverwaltung und ­Projektgeschäft

Eine Premiere ist es nicht, dass der Munte-Geschäftsführer aufgrund einer privaten Leidenschaft Mitarbeiter rekrutieren konnte. Auch über eine frühere Theatergruppe seien schon Verbindungen entstanden, die auf den Job ausgeweitet wurden, sagt er fast bei­läufig.

Insgesamt sind für die (Projekt-)Gesellschaften der Munte Immobilien GmbH & Co. KG neben den Geschäftsführern Sven-Thomas Munte und Martin Streppel aktuell 24 Mitarbeiter tätig. Die nicht zuletzt durch komplexer werdende rechtliche Rahmenbedingungen immer personal­intensiver werdende Hausverwaltung beschreibt Streppel als das Brot- und Butter­geschäft des Unternehmens. Betriebswirtschaftlich lukrativer seien das Maklergeschäft (alle Arbeiten rund um den Kauf oder Verkauf von Immobilien) und – natürlich bei größerem Risiko – das Projektgeschäft: die Erschließung und Entwicklung von Baugebieten, die Realisierung von Neubauprojekten aber auch die Umnutzung von Bestandsgebäuden. Dass jedes Projekt irgendwie anders ist, birgt Unwägbar­keiten. Für Martin Streppel, der diesen Geschäftsbereich verantwortet, macht aber gerade das den Reiz aus.

Das in diesem Zusammenhang beste Beispiel sei der »Q-Stall anno 1884«: Kompagnon Sven-Thomas Munte hatte einst einen großen Gutshof im Stadtteil Mascherode erworben, dort ein Boardinghaus sowie Reihenhäuser zur Vermietung gebaut. Für den übrig gebliebenen Kuhstall wurde Nutzungsidee um Nutzungsidee verworfen, doch Martin Streppel ließ nicht locker. Über einen Zeitraum von 15 Jahren war der 49-jährige Familienvater immer wieder mit dem Projekt befasst. »Ich habe drei Gemeinde­pfarrer kennengelernt und drei Denkmalpfleger«, erzählt er mit einem Grinsen. Inzwischen sind die an diesem ungewöhnlichen Ort entstandenen Luxus-Wohnungen fast komplett verkauft.

Ausdauer zahlt sich aus

Nicht nur bei diesem »Herzensprojekt« habe sich die Ausdauer also ausgezahlt. »Ich habe verinnerlicht, dass ich Erfolg habe, wenn ich dranbleibe«, sagt der Geschäftsführer. Sein Blick schweift, vorbei an Tafeln mit Informationen zu einzelnen Baugebieten, auf das größte Bild im Büro. Die von der Künstlerin Christel Keller gemalte Kuh hat eine gehörige Portion Neugier im Blick und kaut mit stoischer Ruhe Gras. Insofern passe das Werk sehr gut an seinen Arbeitsplatz, immerhin symbolisiere das porträtierte Tier zwei wesentliche Eigenschaften, die er selbst auch verkörpere.

Eine weitere Stärke von Martin Streppel ist das so rasche wie überlegte Treffen von Entscheidungen: »Das Wichtigste dabei ist: Ich traue mich! Und wenn etwas mal nicht richtig ist, finde ich unterwegs immer einen Weg, wie es weitergeht.«

Eine Richtungsänderung hat es gleich zu Beginn der beruflichen Laufbahn des heutigen Munte-­Geschäftsführers gegeben. Eigentlich habe er 17-jährig zur Sparkasse gewollt. Die dort bereits abgelaufene Bewerbungsfrist rief die zuständige Personalerin auf den Plan. Sie leitete, selbst sehr angetan, die Bewerbung an die städtische Wohnungsgesellschaft weiter. Selbstverständlich mit Streppels Einverständnis. »So bin ich zu diesem Beruf gekommen und heute würde ich sagen, dass es das Beste war, was mir passieren konnte. Ich hatte einen super Ausbilder, der selbst noch Baumeister war.«

Als Thomas Munte im April 1993 einen Assistenten suchte, hat Streppel bei seinem heutigen Geschäftspartner angeheuert. Der betrieb damals noch ein kleines Büro in Salzgitter-Lebenstedt mit fünf Mitarbeitern. Die Entwicklung der persönlichen Laufbahn ­Streppels ist somit untrennbar mit der von Munte Immobilien verbunden. »Es hat sich schnell in Richtung Geschäftsführung und Partnerschaft entwickelt«, sinniert der Projekt-Spezialist, der am Europäischen Bildungszentrum berufs­begleitend seinen Abschluss zum Immobilien-Ökonom erworben hat.

Berufliche Silberhochzeit

Im Job habe es menschlich sofort gepasst, was schon extrem wichtig sei. Die »berufliche Silber­hochzeit« in diesem Jahr ist deshalb wohl so etwas wie die logische Konsequenz. Er selbst sei jemand, der die Begegnungen und Kontakte einfach brauche und daher den persönlichen Austausch auch aktiv suche. Mit Kompagnon Thomas Munte geht es deshalb zum 25-Jährigen für fünf Tage mit einer Jacht auf die Havel. Ein Bild mit Symbolcharakter, findet Streppel, der im vergangenen Jahr seinen Bootsführerschein gemacht hat: »Unser Unternehmen ist ja auch wie ein Schiff, das gesteuert werden möchte, an- und ablegen muss.«

Da Freundschaft und Sympathie im Leben von Martin Streppel nicht nur bei beruflichen Projekten entscheidende Faktoren sind, freut er sich auch im Privaten über jede Gelegenheit des zwischenmenschlichen Austausches. So hat er zusammen mit seiner Frau Silke und den Kindern Jonte (9), Jette (12) und Jasper (14) wie viele Familien in der Region am ­Welcome ­Dinner teilgenommen. Die geknüpften ­Kontakte bestehen bis heute.

Begeisterung und Spaß

Es ist nicht nur der Beziehungspflege geschuldet, dass Streppel selten zur Ruhe kommt. In einer durchschnittlichen Arbeitswoche verbringe er etwa 30 Stunden im Büro in der Casparistraße und 30 Stunden auswärts, bei Terminen. »Entspannung ist für mich allerdings auch nicht, still auf dem Sofa zu sitzen. Das ist nicht meins. Ich mag es eher, mich auch in der Freizeit konkret mit Dingen zu beschäftigen.« Dass der Geschäftsführer Freizeit und Job so gut wie nie voneinander trennen kann, steht auf einem anderen Blatt. Sein iPad sei eigentlich immer dabei und werde auch nicht abgeschaltet. Eine Hypothek? Ach was. »Das bin ich – begeistert von dem, was ich mache. Ein Projekt weniger anzunehmen wäre möglich, aber das mache ich nicht, weil ich so viel Antrieb und Spaß habe: mit den unterschiedlichsten Menschen, daran, dass etwas entsteht.« Es falle ihm leicht, das zu verbinden und zu vermischen.

Der Entdecker

Selbst im Urlaub sei er mit wachem Blick unterwegs, lasse er sich inspirieren. »Wir sind meist mit dem Wohnmobil unterwegs, dann schauen wir irgendwo zwei Tage vorbei und fahren dann weiter. Oft habe ich mein Fahrrad dabei und dann bin ich abends nochmal zwei drei Stunden weg, fahre irgendwo herum, gucke, lasse Dinge auf mich wirken und mache Fotos von Sachen, die ich im Detail gut finde«, beschreibt Streppel seine Neugier auf Neues.

Letztere stillt er gemeinsam mit seiner Familie nicht nur auf den vertrauten vier Rädern, sondern auch auf Fernreisen. Schon seit längerem steht die Idee im Raum, irgendwann den ganzen Planeten bereist zu haben. »Mein persönliches Lieblingsreiseziel ist Asien. Ich liebe dieses Leben auf der Straße, die ganzen Garküchen. Die würden nach unseren Kriterien spätestens einen Tag nach Eröffnung wieder schließen. Und da leben Millionen von Menschen so«, sagt Streppel mit strahlenden Augen. Nach Kambodscha und Japan möchte er selbst unbedingt noch. Als nächstes hat die Familie eine Reise nach Afrika geplant.

Morgens zum Sport

Ähnlich rastlos wie im Job oder sogar im Urlaub ist der Munte-Geschäftsführer auch beim Sport. Er sehe zu, dass er sich fit halte, meint er. Und da sei Frühsport für ihn das Beste: »Ich gehe montags um 6 Uhr ins Heidbergbad zum Schwimmen (»nach 1000 Metern ist die ­Familie startklar zum Frühstücken«), mittwochs mit meiner Frau und unserem Trainer ins Fitnessstudio und freitags zum Pilates. Ich mache das immer morgens, weil dann der Abend frei ist für Termine oder die Familie«, erklärt Streppel. »Dann ist das gleich erledigt und ich bin fit.« Motivieren könne er sich diesbezüglich sehr gut. Die Sporttaschen für alle drei Tage stehen übrigens immer frisch gepackt nebeneinander im Kofferraum seines Autos. »Ich habe dort sogar noch eine vierte für die Sauna. Ich dachte, irgendwann habe ich ­zwischen Terminen mal zwei oder drei Stunden Zeit. Dazu bin ich aber noch gar nicht gekommen. Die Tasche ist noch völlig unberührt«, lacht Martin Streppel.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
geschrieben von  pau
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