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Der Regionale Wirtschaftsausschuss Peine traf sich in Stederdorf Donnerstag, 13 Dezember 2018 08:41 Foto: André Pause

Der Regionale Wirtschaftsausschuss Peine traf sich in Stederdorf

Die Herausforderungen und Chancen der Digitalisierung standen am 6. November im Mittelpunkt der Sitzung des Regionalen Wirtschaftsausschusses Peine, die dieses Mal in den Räumen der ­Stederdorfer dima Industrie-Service GmbH & Co. KG stattfand.

Eingangs jedoch skizzierte zunächst Marco Di Punzio als einer von drei Geschäftsführern des gastgebenden Unternehmens dessen Geschichte, von der Gründung im Jahre 1990 bis zum heutigen Tag. Stetig gewachsen umfasst die dima-Gruppe aktuell drei Geschäftsbereiche: Industrie-­Service, Personal-­Service und Gebäude-­Service. An fünf Standorten sind insgesamt 690 Mitarbeiter beschäftigt, 700 Kunden nehmen die Dienste des Unternehmens in Anspruch, dessen Jahresumsatz bei rund 10,5 Millionen Euro liegt.

Schwerpunkt in der Region

Seit zwei Jahren bietet dima auch haushaltsnahe Dienstleistungen an. Einen Kundenkreis von mehr als 100 Personen hat das Unternehmen sich im Landkreis Peine bis dato erschlossen. Sowohl hier als auch in den anderen Geschäftsfeldern möchte man künftig zum einen organisch weiterwachsen, anderer­seits aber auch – wie in der Vergangenheit praktiziert – Firmen zukaufen, so Di Punzio. Das Augenmerk liege dabei klar auf der Region zwischen Braunschweig und Hannover: »Da ist für uns auch künftig Musik drin, außerdem sind wir genau hier am stärksten.« Als weiteres beherrschendes Thema benannte der Hausherr schließlich die Digitalisierung.

Hierzu referierte direkt anknüpfend der ­Ilseder Unternehmer Wolfgang ­Christmann unter dem Titel »Die Zukunft gestalten mit IT – Herausforderungen und Chancen der Digitalisierung«. Er rechnet damit, dass 47 Prozent der heute existierenden Jobs schon bald nicht mehr da sein werden, 50 Berufs­bilder in den nächsten 20 Jahren aufgrund technischer Innovationen komplett verschwinden. Dafür würden neue Berufe entstehen. »Jede zweite Marke und etwa 60 Prozent aller Geschäftsmodelle müssen sich neu erfinden«, sagt Christmann.

Strategische Planung ist Chefsache

Unternehmen legt er die Entwicklung einer Digitalisierungsstrategie nahe. Die Verantwortlichen müssten sich fragen, in welche Richtung es gehen soll. »Veränderungen, permanentes Lernen und Verlernen, sind eine anstrengende Sache, sie kosten Zeit und Geld«, so der Geschäftsführer der christmann informationstechnik + medien GmbH & Co. KG. Umso wichtiger sei, dass die strategische Planung Chef­sache bleibe und nicht der Beliebigkeit überlassen werde. »Sie können nicht einfach sagen: Digitalisierung? Da habe ich jemanden für«, stellt der Experte klar. Flache Hierarchien, offene Architektur und Fehlerfreundlichkeit gehörten für ihn zu einer zeitgemäßen Unternehmens­kultur. »Wer wissen will, ob er ein Ziel erreichen kann, muss irgendwann springen. Nicht jeder Sprung führt zum Ziel. Ohne Springen wird das Ziel jedoch nie erreicht. Fröhliches Scheitern ist die normale Basis des zukünftigen Erfolges. Fail often, fail fast. Auch das Wissen, dass etwas nicht geht, ist Wissen«, so ­Christmann.

Zum Abschluss teilten die IHK-Vizepräsidenten Ulrike Brandes-Peitmann und Tobias ­Hoffmann den Mitgliedern des Wirtschaftsausschusses mit, dass der Neujahrsempfang der IHK Braunschweig 2020 nach neun Jahren wieder in der Ilseder Gebläsehalle stattfinden wird. Damals hatten sich etwa 1150 Gäste dort eingefunden.

geschrieben von  wo
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