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200 Jahre Kaufmännische Union – ein stolzes Stück Stadtgeschichte Dienstag, 06 November 2018 09:53 Foto: André Pause

200 Jahre Kaufmännische Union – ein stolzes Stück Stadtgeschichte

Ein Abendclub für »junge Männer von gebildetem Stande« – das war das Ansinnen der fünf ­Gründerväter des Vereins Union – Kaufmännischer Verein von 1818. Heute, zwei Jahrhunderte später, hat der Zusammenschluss den Geselligkeitsaspekt keineswegs aus den Augen verloren, was im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten in der prunkvollen Burg Dankwarderode offenbar wurde. Im Vordergrund allen Handelns stehen freilich unverändert das ehrbare Unternehmertum, gesellschaftliches Engagement und die soziale Verantwortung.



Dass sich Braunschweig zu einer solch erfolgreichen und wissensintensiven Region entwickelt habe, sei nicht zuletzt das Verdienst der hiesigen Wirtschaft, betonte Niedersachsens Wirtschaftsminister Dr. Bernd Althusmann in seinem Grußwort: »Sie als Vertreter der mittelständischen Unternehmen sind der Erfolgsfaktor, Sie sind die Treiber für Wachstum, Beschäftigung, Ausbildung und Innovation, diejenigen die die Kultur unseres Landes prägen. Die starke traditionelle regionale Verantwortung, die langfristige Geschäftsorientierung, die ausgeprägte unternehmerische Verantwortungsbereitschaft machen Sie zu tragenden Säulen unserer Wirtschaft.«

Erfolgsfaktor Mittelstand

Für diese Tugenden stehe auch die Kaufmännische Union, so der Minister, der an die Unternehmer unter den geladenen Gästen appellierte, dass sie die aktuellen Herausforderungen in den Bereichen Digitalisierung, Unternehmensnachfolge und Fachkräftemangel – trotz derzeit exzellenter wirtschaftlicher Rahmenbedingungen, robuster Leistungen und niedriger Arbeitslosenzahlen – nicht aus den Augen verlieren mögen.

Die Landesregierung ihrerseits wolle die Rahmenbedingungen so setzen, dass die Vereinbarkeit von Familie und Beruf besser gewährleistet ist, zum Beispiel Frauen nach einer Babypause einfacher in den Beruf zurückkehren können.Auch in Sachen Bürokratieabbau solle mehr getan werden: »45 Milliarden Euro jährlich sind für den deutschen Mittelstand eine erhebliche Hürde«, so Althusmann. Daher werde in Niedersachsen eine Clearingstelle eingerichtet, um den Bürokratieaufwand auf das Notwendige zu reduzieren.

Klare Positionen

Oberbürgermeister Ulrich Markurth lobte den Minister im Anschluss für dessen Lösungsorientiertheit. Dem Verein Kaufmännische Union als »Seele des Braunschweiger Geschäftslebens und stolzem Stück Stadtgeschichte« (ursprünglich ein Zitat des Journalisten Eckhard Schimpf) bescheinigte er verlässliches wie partnerschaft­liches Agieren zum Wohle der Stadtgesellschaft, sich zwar mit klaren Positionen aber nie aufdringlich einzumischen.

Tatkräftig und Loyal

Adalbert Wandt, seit nunmehr 30 Jahren Präsident der Kaufmännischen Union, spielte diesen Ball zurück: Man sei sehr stolz, fester Bestandteil des Bürgertums und der Kaufmannschaft in Braunschweig zu sein. Die Stadtgesellschaft mache es dem Verein leicht. »Wir können heute schon versprechen, dass wir weiter mit Tatkraft und Loyalität zum Wohle der Stadt aktiv bleiben«, betonte Wandt, sichtlich gerührt.

Im Anschluss an den offiziellen Teil wurde ein Teilaspekt des von Festredner Paolo Dell’­Antonio (bis zu seinem Wechsel an die Vorstandsspitze der Wehrhahn KG Jägermeister-Vorstandschef) vorgetragenen Zehn-­Punkte-Masterplans für eine positive Entwicklung der Wirtschaft in Deutschland beherzigt: Vernetzen Sie sich! Denn: »Geselligkeit und gegenseitige Unterstützung ist das, was diesen schönsten Verein der Welt eben auch ausmacht«, sagte Sascha Harland, Vizepräsident der Union, abschließend.

Bild oben: Passender Rahmen: Im prachtvollen Rittersaal der Burg Dankwarderode feierte der Verein Kaufmännische Union sein 200-jähriges Bestehen.
geschrieben von  pau
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